B2B E-Commerce out of the box live erleben am 09.09.2026.

B2B E-Commerce out of the box live am 09.09.2026

ERP-first

ERP-first ist eine Produktphilosophie von avanta: vorhandene Informationen und Prozesse des ERP-Systems werden direkt für digitale Vertriebs-, Service- und KI-Prozesse genutzt – statt sie im Shop neu aufzubauen.

ERP-first ist eine Produktphilosophie von avanta. Sie beschreibt den Grundsatz, wichtige Informationen und Prozesse, die im ERP-System bereits vorhanden sind, direkt für digitale Vertriebs-, Service- und KI-Prozesse zu nutzen – statt sie im Shop nachzubauen. Kunden, Vertrieb, Service und KI-Anwendungen greifen dabei auf dieselbe Informationsbasis zu; der digitale Vertrieb baut auf den bestehenden ERP-Prozessen auf. So ist es in avanta umgesetzt – und so entsteht moderner B2B E-Commerce ohne doppelte Datenpflege.

ERP-first ist eine Produktphilosophie – keine Technologie, keine Architektur und keine Schnittstelle. Und ERP-first bedeutet nicht, möglichst viele Daten zwischen ERP-System und Plattform zu synchronisieren: Entscheidend ist, dass die fachliche Hoheit über Informationen und Prozesse dort bleibt, wo sie im Unternehmen entsteht.

Typische Informationen und Prozesse aus dem ERP

Typische Informationen: Produkte, Kunden, kundenindividuelle Preise, Sortimente, Verfügbarkeiten, Liefertermine, Dokumente, Angebote, Aufträge, Rechnungen, Ansprechpartner, Stücklisten und Seriennummern.

Typische Prozesse: Preisermittlung, Rabattlogik, Lieferterminermittlung, Transportkostenberechnung, Ermittlung des Frachtführers sowie Angebots-, Auftrags-, Freigabe-, Ersatzteil- und Konfigurationsprozesse.

Diese Prozesse werden genutzt, nicht neu abgebildet: Ein B2B-Shop ermittelt einen kundenindividuellen Preis nicht selbst, sondern greift auf die im ERP hinterlegte Preis- und Konditionslogik zu. Welche Funktionen darauf aufbauen, zeigt die Funktionsübersicht. Über cXML PunchOut lässt sich der Shop zusätzlich in bestehende eProcurement-Prozesse einbinden.

Vorteile für B2B-Unternehmen

Keine doppelte Pflege vorhandener Informationen, Nutzung bestehender ERP-Prozesse statt paralleler Logiken im Shop, höhere Datenqualität und weniger Redundanzen. Das senkt den Implementierungsaufwand, beschleunigt die Projektumsetzung und reduziert die Gesamtbetriebskosten (TCO).

Ein Beispiel: Bei der Bestellautomation entfällt die separate Pflege von Beschaffungsregeln, weil Bedarfe gegen die im ERP vorhandenen Artikel-, Preis- und Lieferinformationen geprüft werden. Der KI-Assistent avaBot arbeitet auf derselben Informationsbasis und den dort definierten Berechtigungen. In der Chemiebranche greifen Kunden so auf die im ERP geführten chargen- und kundenspezifischen Informationen zu. Ausführlich: Warum ERP-first im B2B E-Commerce so wichtig ist.

Einordnung gegenüber shopzentrierten Ansätzen

Bei shopzentrierten Lösungen werden Preis-, Konditions- und Bestelllogiken zunächst im Shop abgebildet und anschließend mit dem ERP-System abgeglichen. Damit existieren zwei Orte, an denen dieselbe Geschäftslogik gepflegt werden muss.

Der Unterschied liegt nicht in einzelnen Funktionen, sondern im Ausgangspunkt: ERP-first setzt bei den vorhandenen Unternehmensprozessen an. Das reduziert Individualentwicklung und Pflegeaufwand – insbesondere bei komplexen Konditionsmodellen, kundenindividuellen Sortimenten und mehrstufigen Freigabe-Workflows. Über OCI PunchOut lässt sich der Shop zudem in bestehende ERP- und Einkaufsprozesse einbinden.

Praxisbeispiel / Branchen

Ein Maschinenbauer verbindet seinen B2B-Shop mit dem eingesetzten ERP-System. Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau sehen die im ERP geführten Ersatzteilinformationen und bestellen Verschleißteile über den Ersatzteilservice – auf Basis der dort hinterlegten Stücklisten und Seriennummern. Neben SAP werden ebenso Microsoft Dynamics, Infor, abas ERP, Oracle, proALPHA, Sage und weitere ERP-Systeme angebunden.

Verwandte Begriffe: API-First · Kundenspezifische Preise & Konditionen · B2B E-Commerce Plattform · SAP-Integration